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„Schängel für Koblenz“ streben in den Stadtrat

07.02.2014

Wahl Neuer politischer Akteur betritt die Bühne – Verein will eigene Ideen umsetzen

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

rz 7 2 2014Koblenz. Eine neue Gruppierung will im Mai in den Stadtrat einziehen: die „Schängel für Koblenz“. Die Chancen, dass sie tatsächlich bei der Kommunalwahl antreten, stehen offenbar gut. Die „Schängel“ haben bereits einen Verein gegründet, einen Online-Auftritt aufgebaut, eine Liste mit Kandidaten aufgestellt. Die 230 geforderten Unterstützerunterschriften werden derzeit gesammelt, in den ersten drei Tagen kamen schon über 100 zusammen.

Viele der Aktiven sind alte Bekannte in der Stadt. Vorsitzender und Nummer eins auf der Liste ist Franz-Josef Möhlich, selbstständiger Sanitär- und Heizungstechniker und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK). Ihm folgt Mario Blinn, Vorstand einer Altenheimträgergesellschaft und Leiter eines Koblenzer Altenheims.

Insgesamt 17 Personen vom Anwalt über den Winzer bis zum Gastronom stehen auf der Liste und wollen sich politisch in ihrer Stadt einsetzen.
Zusammen mit Joachim Deboeser, selbstständiger Unternehmer, unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien, stellen Möhlich und Blinn im Gespräch die Inhalte und Ziele der „Schängel“ vor – und erklären, warum sie nicht einfach in einer der anderen Parteien und Wählergruppierungen in der Stadt mitmachen.

Keiner Partei unterordnen
Zentraler Grund: Die derzeit rund 25 Mitglieder wollen ihre eigenen Ideen umsetzen und sich dabei keiner Partei und keinem Fraktionszwang unterordnen – auch wenn einige zuvor schon gefragt worden seien, ob sie nicht parteilos auf der einen oder anderen Liste antreten wollen. „Wir sind alle politisch interessiert, aber keiner von uns fühlt sich in einer politischen Partei so wohl, dass er sagen kann: Das trage ich mit“, so Mario Blinn.
Und so haben sie zwar ähnliche Themen auf der Agenda wie die Etablierten, wollen diese aber anders angehen. Ein neues Stadtbad zum Beispiel. „Alle sagen zwar, dass in Koblenz ein neues Hallenbad gebaut werden muss, aber keiner, wie“, kritisiert Blinn. Die „Schängel“ schlagen nun vor, das Bad im Passivhausstandard zu bauen. „Die Betriebskosten würden um 50 bis 60 Prozent sinken – und wir erreichen für den Bau ganz andere Fördertöpfe“, wirbt Deboeser.

Vereine und Ehrenamt stärken
Weitere Themen sind zum Beispiel Klimaschutz oder Verkehr. Außerdem will die Gruppierung die Vereine stärken. „Ich bin selbst ein alter Vereinsmeier“, sagt Möhlich, „und ich weiß, was Ehrenamt bedeutet“. Dieses soll die Stadt strukturell unterstützen, etwa indem den Vereinen im Kulturbau ein kostenloses Auftrittsforum geboten wird. Dass er selbst vor allem als Karnevalist bekannt ist, steht für Möhlich in keinem Widerspruch zu seinen politischen Ambitionen. „Außerdem ist Karneval ja nicht nur Spaß, sondern man muss auch organisieren und Verantwortung übernehmen – und diese Erfahrungen kann ich einbringen.“

Was die „Schängel“ oft an etablierten Parteien stört, ich ihre abwartende Haltung, das „Schau'n wir mal“. Davon will sich der Verein abheben. „Unser Vorteil liegt in der Frische, dem Unverbrauchten“, denkt Möhlich. Gleichwohl betont er, dass es in allen Fraktionen gute Leute gibt und man im Stadtrat zusammenarbeiten will. Dass manche Kommunalpolitiker ihn und seine Mitstreiter eher als Gegner betrachten, versteht er nicht: „Es geht doch um unsere Heimatstadt und darum, Themen bestmöglich umzusetzen.“ Gleichwohl ist ihm klar, dass die „Schängel“ sich mit manchen Ideen kaum Freunde machen werden, etwa damit, dass ihre Sitzungsgelder komplett dem guten Zweck zugutekommen sollen – und dem Wähler transparent gemacht werden.

Ob sie selbst nun eher links oder rechts sind, darauf wollen sich die „Schängel“ nicht festlegen. „Wir sind bunt, je nach Thema können wir grün, schwarz oder rot sein“, sagt Blinn. Dem Verein würde es weniger um Ideologie gehen, sondern um die konkrete Umsetzung ihrer Ziele. Deboeser ergänzt: „Wir sind keine Protest-, sondern eine Gestaltungsbewegung.“

RZ Koblenz und Region vom Freitag, 7. Februar 2014, Seite 19

 

 

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